Herzlich Willkommen auf der Webseite des Vereins für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V.

Nächster Stammtisch am Mittwoch, 10. Mai 2017 ab 19 Uhr im Spinnrädl; nächster Frühschoppen am Sonntag, 14. Mai 2017 ab 11 Uhr im Café Schäfer

Pfaff: Schon sehr frühzeitige Geheimnis-Krä(e)merei

Nun ist es raus. Die Stadt hatte schon sehr frühzeitig einen Investor für den früheren Speisesaal – und das noch bevor überhaupt die ganze Angelegenheit mit der Bürgerinitiative ins Rollen kam. Schon zu dem Zeitpunkt, als die erste denkwürdige Abriss-Bürgerveranstaltung in der Hohenecker Burgherrenhalle stattfand, in der jeglicher Erhalt mangels Investoren „nicht verhandelbar“ schien, trat der Kaiserslauterer Geschäftsmann Matthias Auchter auf den Plan und interessierte sich für das o. g. Gebäude. Davon war zu keiner Zeit irgendwas zu hören oder zu lesen. Den Bürgern wurde immer nur die Unverkäuflichkeit der alten Bausubstanz vermittelt, wohl wissend, dass man eigentlich schon einen Investor hat.

 

Nun gibt es drei Thesen, warum man dies verheimlichte:

 

1. So ein kleines Investorlein steht der Plattmach-Absicht von Weichel und Kremer im Weg.

 

2. An ortsansässigen Investoren und Geschäftsleuten ist man nicht interessiert.

 

3. Der einschlägige Investor ist schon mit der Stadtverwaltung wegen des sinnfreien Einzelhandelskonzepts im Gewerbegebiet „Merkurstraße“ im Clinch.

 

Egal, welche der drei Thesen zutrifft, sie sind alle nicht professio- nell und schon gar nicht bürgernah.

 

Wie wäre am Anfang jegliche Diskussion verlaufen, wenn das In- teresse Auchters bekannt geworden wäre? Zum Glück ist es der Bürgerinitiative auch so gelungen, Stadtführung und PEG zu stop- pen. Der Erfolg zeigt sich in der schnellen Vermarktung des alten und des neuen Verwaltungsgebäudes. Dass Matthias Auchter jetzt durch das unsägliche Optionen-Geschachere mit der SWK ausge-bootet wird, gibt dem Ganzen wieder den typischen Kaiserslaute- rer Klüngel- und Machtspielchen-Beigeschmack.

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Pfaffgelände
Die Rheinpfalz vom 31. März 2017

Kaiserslautern bekommt einen abgebrochenen Riesen

Das Baudenkmal des letzten übriggebliebenen Brückenpfeilers der Lautertalbrücke wird nun gestutzt. Auf vier Meter soll der Pfeiler abgebrochen werden. In der Informationsveranstaltung zum Brückenpfeiler, die  in der Friedenskapelle stattfand, hatte sich ein sozialdemokratisches Stadtratsmitglied aus der zweiten Reihe mehrmals zu Wort gemeldet und in einer martialischen Art und Weise kundgetan, dass s. E. der Erhalt des alten Brückenpfeilers für das "filigrane neue Brückenbauwerk" (Anm.: Die neue Brücke ist ein simples Stahlbetonbauwerk.) einer "Vergewaltigung" gleichkäme. Nun schließt sich die Frage an: Was ist dann das Abbrechen eines Baudenkmals?

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Brückenpfeiler
Die Rheinpfalz vom 17. März 2017: Ratz-fatz-ab - sinnvoll, schön, angemessen?

Satire

Hohenecker Burg vor der Kürzung?

Nachdem die Rheinpfalz über die Entscheidung von Baudezernent Peter Kiefer, den Brückenpfeiler der Lautertalbrücke auf vier Meter zu verkürzen, berichtete, ist nun dem Stutzen unliebsamer Denkmäler Tür und Tor geöffnet. Unbestätigten Berichten zufolge haben Anwohner, die am Fuße der Hohenecker Burg leben, bei Peter Kiefer angerufen und ihr Leid geklagt. Das historische Bauwerk wirke auf ihre kleinen Häuschen so sehr erdrückend. Man bekäme schon depressive Anwandlungen, wenn man nur vor die Tür gehe. Außerdem würde das massige Bauwerk auf die schlanken Bäume im Umfeld ebenso erdrückend wirken. Kiefer sagte sofort Hilfe zu und verwies auf seine Abbruch-Kompetenz bei anderen Denkmälern und will die Burg auf maximal vier Meter kürzen lassen. Außerdem hätte man im Fundus noch eine stählerne Ritterrüstung, die das Baudenkmal-Fragment künftig schmücken soll.

Doch ein wenig Vernunft da?

Die Fraktionen der FWG und SPD geben ihre Zustimmung zur Gestaltung des Schillerplatzes in der Form nicht. Das ist gar nicht unvernünftig. Wie in unserem relativ frühen Statement vom 24. Jan. 2015 zu lesen ist, war diese Idee des Einbezuges der Frucht- halle schon viel früher geboren. Wir gingen sogar noch weiter und würden langfristig den originären Zweck der Fruchthalle im Erd- geschoß als Markthalle befürworten. Dies muss von langer Hand geplant und mit einbezogen werden. Der ehemalige Oberbürger- meister Kaiserslauterns, Gerhard Piontek, hatte Ende der 1990er Jahre sogar eine noch weitreichendere Vision: Der Einbezug des Rathausareals, so dass zwischen Rathaus und Schillerplatz eine Flaniermeile entstünde, die auch mittels Wasserläufen u. dgl. ge- staltet werden könnte und einen unvergleichlichen Freizeitwert für die Innenstadt hätte. Diese Vorstellungen gab es, wie erwähnt, schon vor 20 Jahren! Das Ganze würde aber eine sehr komplexe und durchdachte Planung voraussetzen und natürlich auch ein echtes Interesse. Aber man könnte sich damit auch ein Denkmal setzen – aber Halt: Denkmäler sind ja ein No-Go!

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Schillerplatz
Die Rheinpfalz vom 23. März 2017: SPD zieht nicht mit!

Wie geht es weiter mit dem Schillerplatz?

Im Bericht über die Anwohnerinformation bzgl. des Themas „Schillerplatz“ betont die Vertreterin der Stadtverwaltung, dass das Projekt schon lange im Fokus der Verwaltung sei. Alleine durch Fokusierung wird noch nichts bewegt. Es fehle das Geld. Nun erinnere man sich, dass weiland behauptet wurde, ECE als großer Profiteur des Mall-Baus, würde der Stadt bei der Innen-stadtgestaltung finanziell helfend beistehen. Die bis 90%ige !!! Förderqoute des Landes für den Städtebau muss zuerst einmal eingetragen werden – oder handelt es sich hier um eine zwang- haft gesuchte Entschuldigung für Verzögerungen? Man wird es sehen.

 

Baudezernent Kiefer kann die Dauer der Baumaßnahmen auf neuneinhalb Monate präzisieren. Das suggeriert in dieser Ge- nauigkeit eine sehr weit fortgeschrittene detaillierte Planung. Dem entgegenzusetzen wäre die Tatsache, dass in mehreren Abschnitten gearbeitet werden soll (Genaues weiß man nicht!). Das zeigt wieder eine unkonkrete Planung.

 

Interessant ist hierbei grundsätzlich die Unterteilung in Bauab-schnitte. In Sachen Friedenskapelle hatte Kiefer einer Unter-teilung in Abschnitte eine Absage erteilt. „Das mache man so nicht!“ Er forderte vorab einen Gesamtbetrag in Höhe von 85.000,00 EUR vom Verein für Baukultur und Stadtgestaltung. In Sachen Schillerplatz ist aus unerfindlichen Gründen eine Durch-führung in mehreren Bauabschnitten möglich. Hier wird doch nicht am Ende mit zweierlei Maß gemessen?

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Schillerplatz
Die Rheinpfalz vom 17. März 2017: Geht es endlich weiter?

Friedenskapelle

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Friedenskapelle
Die Rheinpfalz vom 11. März 2017: Stadt will Engagement des Vereins zerstören