Eine gute Idee zieht Kreise - Stadt bleibt lethargisch

Bereits in einer frühen Phase hat sich die Vorsitzende des Vereins, Karin Kolb, für die Einrichtung und Anlage eines Memoriamgartens auf dem Hauptfriedhof stark gemacht und politisch den Weg hierfür geebnet. Mit solch einer Einrichtung würde man den Erfordernissen einer modernen Gesellschaft entgegenkommen. Des Weiteren würde dies eine Entlastung der Friedhofs- und somit auch der Stadtverwaltung bedeuten. Die Stadt bekommt also ein Konzept auf dem Silbertablett serviert und hüllt sich in Inaktiviät und lethargischem Schweigen.

Lesen Sie hierzu den folgenden Artikel aus der Rheinpfalz.

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 24. Okt. 2015: "Wo hängt's" würde der Pfälzer jetzt fragen. Stadt verharrt in einer Starre!

Verzögerung lässt auf mangelndes Interesse schließen

Im o. a. Rheinpfalzbericht kann der geneigte Leser erkennen, dass seit dem 3. Febr. 2014 eine Entscheidung für einen Memo- riamgarten herbeigeführt wurde. Ein Jahr später, im Febr. 2015, sollte das Projekt konkret in Angriff genommen werden. Passiert ist seither leider nichts. Vielmehr zieht sich der Beigeordnete Peter Kiefer auf die Erkrankung eines Mitarbeiters im Referat Grünflächen zurück. In welchem ökonomisch geführten Betrieb der Privatwirtschaft könnte ein Mitglied des gehobenen Manage- ments solch eine Aussage ungestraft treffen?!? In der Verwaltung geht das. Lesen Sie folgenden Artikel und bilden Sie sich ein Ur- teil über das (mangelnde) Interesse, den eigenen Friedhof zwecks Kostendeckung zu vermarkten. Vielmehr wird ein Augenmerk auf den Ruheforst, welcher eigentlich in Konkurrenz zum Kaiserslau- terer Friedhof steht, gelegt und entpsrechend propagiert. Zudem stehen die christlichen Kirchen der Bestattung im Ruheforst eher kritisch gegenüber.

Die Aussagen Kiefers im u. a. Rheinpfalzbericht lassen befürch- ten, dass die Umsetzung des Memoriamgartens noch lange auf sich warten lässt.

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinfpalz vom 20. Nov. 2015: Stadt äußert Rechtfertigungsversuche für die lange Verzögerung des Memoriamgartens.

Stadt legt sich fest - Memoriamgarten kommt dieses Jahr

Nun soll er endlich umgesetzt werden: Kiefer sagt zu, dass in die- sem Jahr der Memoriamgarten angelegt und freigegeben werden soll. Hoffentlich bleibt es dabei - gute Ideen müssen umgesetzt werden. Auch wenn man sich mit der Forcierung des Ruheforstes selbst das Wasser abgräbt. Aber wir sind ja schon mit Teilerfolgen glücklich und werden die Entwicklung weiter beobachten.

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 29. Jan. 2016: Kiefer legt sich fest - der Memoriamgarten wird noch dieses Jahr fertiggestellt.

Kiefer gesteht noch Konzeptlosigkeit ein

Vielleicht sollten wir unseren verhaltenen Optimismus aus vorge- nanntem Text revidieren; denn: Beigeordneter Peter Kiefer hat in einem sog. "Interview", das verwaltungsintern durchgeführt und an das Amtsblatt im Wochenblatt zur Veröffentlichung zugesandt wurde, eingestanden, dass sich im Hinblick auf die Errichtung ei- nes Memoriam-Gartens ein Konzept erst noch in Vorbereitung ist. Im Klartext heißt das: man ist bis dato noch ohne Konzept - also konzeptlos! Wenn man weiß, mit welcher Geschwindigkeit die Mühlen der Verwaltung bei eher "lästigen" Themen mahlen, ist mit einer Umsetzung in diesem Kalenderjahr wohl nicht zu rech- nen. Aber: Wir lassen uns gerne positiv überraschen ...

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Wochenblatt vom 28. Jan. 2016: Noch kein Konzept bzgl. des Memoriamgartens

Memoriamgarten - Lehrstück zu "Wie zerstöre ich eine gute Idee?"

Wir erinnern uns an den 29. Jan. 2016. Zu jener Zeit erschien in der Tageszeitung DIE RHEINPFALZ ein großer Artikel über den vom Beigeordneten Peter Kiefer heiß geliebten Ruheforst. Im glei-chen Artikel sicherte Kiefer zu, dass noch im gleichen Jahr (also 2016) "der Memoriamgarten auf den Weg gebracht" würde. Nun ist das Jahr 2017 schon fast zu Ende und eine Lösung ist schier unmöglich geworden. Es gibt mehrere (z. T. sinnfreie) Gründe hierfür:

 

1.

Als Beigeordneter einer Stadt müsste man die eigenen städti-schen Geschäftsmodelle (und das ist, ganz nüchtern betrachtet, das Betreiben von Friedhöfen) unterstützen und forcieren. Statt dessen lässt der Beigeordnete keine Gelegenheit aus, den Ruhe-forst anzupreisen und mit jedweder Hilfe zu unterstützen. Das ist kontraproduktiv und kaufmännisch extrem unvernünftig.

 

2.

Scheinbar hat man auf Stadtführungsebene keinerlei Gespür oder gar Interesse für eine christlich-abendländische Bestattungskul-tur. Die Bestattung im Ruheforst gehört nicht unbedingt zur ers-ten Wahl christlich geprägter Menschen. Jedoch kommen manche nicht umhin, die (eher ungeliebte) Umgebung eines Ruheforstes zu wählen, weil ihnen die Möglichkeit der Bestattung im Memori-amgarten in Kaiserslautern verweigert wird. Denn ein vorrangiges Ziel der Verstorbenen, wie auch der Angehörigen, ist die zuneh-mende Unmöglichkeit einer Grabpflege.

 

3.

Die Stadtverwaltung versucht, den Memoriamgarten mit bürokra-tischen Hürden zu verhindern. Kiefer beharrt darauf, dass nur we-gen des (von vielen Bürgern gewünschten) Memoriamgartens nicht die Satzung des Friedhofes geändert würde. Dann muss man halt mit den unsinnigen Vorgaben leben. Selig sind die, die in Hochspeyer leben, ihnen gehört eine pragmatische Gemeinde-verwaltung ...

 

4.

Man stelle sich einen Ruheforst vor, in dem jede Urne mit mindes-tens drei Metern zum nächsten Baum vergraben werden darf - dieser Forst würde eher an die Bilder vom Waldsterben aus den 80er Jahren erinnern. Aber auf dem Kaiserslauterer Friedhof muss das eingehalten werden. "Die Stadt halte dies für notwendig." Wer ist "die Stadt"?

 

5.

Kiefer hält die Auswirkungen des Ruheforstes auf den Hauptfried-hof für "nicht so dramatisch. Die Hälfte der Bestattungsplätze ge-he an Leute außerhalb". Dann bleibt immer noch die zweite HÄLF-TE übrig, die dem Kaiserslauterer Friedhof abgehen - entgangene Einnahmen. Und wer zahlt die Zeche ...?

 

Sämtliche Äußerungen zeigen auf, dass die Stadt mitnichten nach wie vor am Memoriamgarten interessiert ist. Vielmehr versucht man, um im Bild zu bleiben, das Thema zu beerdigen.

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 25. Nov. 2017: Es herrscht auf allen Ebenen das Chaos!
Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 25. Nov. 2017: Vielleicht geht doch noch was - die Hoffnung stirbt zuletzt!
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Die Rheinpfalz vom 28. Nov. 2017: Hochspeyer macht's vor - Memoriamgarten für alle Arten von Bestattungen verwirklicht

Islamisches Grabfeld?

Der Rheinpfalz-Leser Berthold Gehm verfasste u. a. Leserbrief zum Thema Memoriamgarten und sandte ihn an die Zeitung. Lei-der wurde die rot markierte Passage nicht abgedruckt. Deshalb wandte sich der Leser an unseren Verein. Wir möchten auf unse-rer Homepage den kompletten Leserbrief zeigen. Vergleichen und urteilen Sie selbst!

Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 9. Dez. 2017 und der Original-Leserbrief von B. Gehm
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Wochenblatt vom 17. Okt. 2018: Neidvoll darauf blicken, was wir in Kaiserslautern nicht haben
Verein für Baukultur und Stadtgestaltung Kaiserslautern e. V. - Memoriamgarten
Die Rheinpfalz vom 20. Okt. 2018: Hochspeyer macht's vor und eröffnet den Memoriamgarten